Ratgeber Saunabaden - richtig saunieren

Der grundsätzliche Ablauf beim Saunabaden bzw. Saunieren ist folgender:

Vor der Sauna: Vorbereitungsphase

  • Zunächst das vollständige Entkleiden im Umkleidebereich der Saunaeinrichtung
  • Ggf. der Gang zur Toilette
  • Duschen mit Abtrocknen
  • Ggf. warmes Fußbad nehmen

Übersicht der häufigsten Saunaplanungsirrtümer sowie Nutzungs- und Wartungsfehler bei Saunatechnik

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In der Sauna:

Nach dem Betreten der Sauna wählt man den gewünschten Platz z.B. auf der mittleren oder oberen Bank und setzt sich vollständig auf das mitgebrachte, ausgebreitete Handtuch.

Wenn ausreichend Platz vorhanden ist, legt man sich zunächst hin, ansonsten hockt man mit leicht angezogenen Beinen.

Ggf. Aufguss, wobei man meist ca. 5-10 Minuten vor dem Aufguss vorschwitzt, den Aufguss als "Höhepunkt" ca. 6-8 Minuten erlebt und evtl. noch ca. 1-2 Minuten nachschwitzt.

Üblicherweise dauert ein Aufenthalt im Saunaraum (Finnische Sauna) i.d.R. ca. 10 bis 15 Minuten.

Die letzten 2 Minuten sollten aufrecht sitzend verbracht werden.

Ruhiges Verlassen der Sauna (bitte nicht während des Aufgusses).


Nach der Sauna: Abkühlphase (ggf. mit Ruhephase)

Ca. 2 Minuten an die frische Luft zum Sauerstoff-Tanken und Kühlen der Atemwege

Kaltwasseranwendungen: z.B. Kaltwasserdusche, Schwallbrause oder Kneipp-Schlauch und ggf. Tauchbecken. Die Kaltwasseranwendungen bewirken eine Kühlung der Haut.

Warmes Fußbad: Die Füße werden knöchelhoch in ca. 40°C warmes Wasser gestellt. Durch die Gefäßerweiterung kann durch die erhöhte Hautdurchblutung die innere Wärme nach außen abgegeben werden und bewirkt so die Abkühlung des Körpers.

Ggf. Ruhepause.

Kurzfassung: Saunagang

Ein Saunagang umfasst die Wärmephase und die Abkühlphase, wobei die Abkühlphase (ggf. mit Ruhephase) mindestens so lang sein sollte, wie die Wärmephase. I.d.R. folgen nach einem Saunagang (1.) + (2.) bis zu 2 weitere Saunagänge nach gleichem Ablauf.

Grundregeln für das Saunabaden

  • Vor dem Saunagang keine schweren belastenden Mahlzeiten zu sich nehmen. Aber auch nicht mit knurrendem leeren Magen in die Sauna gehen.
  • Bei chronischen Erkrankungen ist vorher das Einverständnis des behandelnden Arztes zu erfragen.
  • Das Saunabaden (den Gang in die Sauna) sollte man vermeiden:
    • bei deutlichem Unwohlsein
    • bei chronischen Erkrankungen wie
      • schweren Herzerkrankungen
      • schweren Lungenerkrankungen
      • Entzündungen
      • schwerem Bluthochdruck
      • Nierenerkrankungen
      • Epilepsie
      • Schilddrüsenüberfunktion
    • bei beginnender oder bestehender Erkältung, grippalem Infekt, etc. (Als Vorbeugung gegen Erkältungen hingegen sind regelmässige Saunagänge ideal).
  • In die Sauna grundsätzlich nur trocken gehen (ggf. vorher abtrocknen).
  • Während der Wärmephase (in der Sauna) nicht mit Eis o.ä. den Körper kühlen.
  • Ein Saunagang (besonders die Wärmephase in der Sauna) sollte maximal so lange dauern wie man sich dabei wohlfühlt.
  • Das Tauchbecken (in der Abkühlphase) sollten Personen mit Bluthochdruckerkrankung oder schwachem Herz eher meiden.
  • Die Abkühlphase sollte mindestens so lang sein wie die Wärmephase.
  • Während des Saunabadens sollte Nikotin und Alkohol tabu sein.
  • Zwischen den Saunagängen keine sportlichen Betätigungen. Dies würde unnötig Herz und Kreislauf belasten.
  • Um die Entschlackung seines Körpers positiv zu unterstützen, sollte man dem Körper nach dem letzten Saunagang ausreichend Flüssigkeit zuführen. Der Flüssigkeitsverlust sollte z.B. mit Wasser und/oder Fruchtsäften ausgeglichen werden.
  • Nach Abschluss des Saunabadens sollte man sich nicht mit Duschgel oder Seife reinigen, lediglich evtl. etwas eincremen.